Hier finden Sie alle Anträge und Prüfanträge, die unsere Stadträte – teilweise gemeinsam mit anderen Stadträten – in den Aschaffenburger Stadtrat eingebracht haben.
Prüfung und Überarbeitung des Konzepts „Nette Toilette“
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
der Stadtrat möge beschließen:
1. Die Verwaltung wird beauftragt, das bestehende Konzept der „Netten Toilette“ in Aschaffenburg zu evaluieren und dem Stadtrat in der September-Sitzung einen Bericht über Nutzbarkeit, Verfügbarkeit, Ausschilderung und räumliche Abdeckung vorzulegen.
2. Die Verwaltung wird beauftragt, ein überarbeitetes Konzept für öffentliche Toilettenanlagen zu erarbeiten. Dabei sollen insbesondere folgende Punkte berücksichtigt werden:----- klare und einheitliche Kennzeichnung aller öffentlich nutzbaren Toiletten, verlässliche und nachvollziehbare Öffnungszeiten, digitale sowie analoge Übersicht der Standorte, bessere Versorgung in den Stadtteilen und außerhalb der Innenstadt, Marketingkampagne zum Bewerben der Initiative.
3. An stark frequentierten Spielplätzen und Aufenthaltsflächen sollen feste öffentliche Toilettenanlagen geprüft und schrittweise umgesetzt werden.
4. Für kleinere Spielplätze und Grünanlagen möge die Verwaltung den Einsatz robuster, wartungsarmer Mini-Toiletten beziehungsweise modularer Toilettenlösungen prüfen.
5. Die Verwaltung berichtet dem zuständigen Senat zum nächstmöglichen Termin über mögliche Standorte und Kosten zu informieren.
Begründung:
Öffentliche Toiletten gehören zur kommunalen Grundversorgung und sind ein wichtiger Bestandteil einer funktionierenden städtischen Infrastruktur. Familien mit Kindern, ältere Menschen, Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen sowie Besucherinnen und Besucher der Stadt sind auf ein verlässliches Angebot angewiesen. Das bestehende Konzept der „Netten Toilette“ stellt grundsätzlich einen sinnvollen Ansatz dar. Aktuell nehmen 15 Betriebe in Aschaffenburg teil, die von der Stadt einen monatlichen Zuschuss in Höhe von 30 Euro erhalten(1)(2). In der Praxis zeigt sich jedoch, dass die Verfügbarkeit insbesondere außerhalb der Innenstadt nicht flächendeckend gewährleistet ist. Zudem fehlt vielerorts eine klare Kennzeichnung und Übersichtlichkeit.
Gerade an größeren Spielplätzen, Grünanlagen und Aufenthaltsorten besteht ein regelmäßiger Bedarf an dauerhaft verfügbaren Sanitäranlagen. Gleichzeitig können kleinere, robuste Toilettenlösungen an dezentralen Standorten dazu beitragen, Versorgungslücken wirtschaftlich und bedarfsgerecht zu schließen. Mit einer Überarbeitung des bestehenden Konzepts kann die Stadt Aschaffenburg ihre öffentliche Infrastruktur weiterentwickeln.
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