06.07.2026
Nach dem Starkregen

Das schwere Unwetter der vergangenen Woche steckt vielen noch in den Knochen. Es hat uns in Schweinheim erneut vor Augen geführt, dass Starkregen in vielen Straßen vollgelaufene Keller zur Folge hat. Da dies mittlerweile bei fast jedem Starkregenereignis der Fall ist, ist die Frustration nachvollziehbar.

Nach dem großen Dank an die unermüdlichen Helfer muss jetzt das politische Handeln folgen. Wir fordern deshalb konkrete Konsequenzen für unseren Stadtteil: Zum einen muss das Schweinheimer Kanalnetz umgehend auf den Prüfstand gestellt werden, um Engpässe aufzudecken und künftig zu beseitigen. Zum anderen müssen wir Schweinheim perspektivisch nach dem Prinzip der „Schwammstadt“ umbauen. Das bedeutet ganz pragmatisch: Regenwasser dort auffangen und versickern lassen, wo es hinfällt, anstatt es ungebremst in die Kanäle und Keller schießen zu lassen.
Hier müssen auch neue Wohnblöcke wie an der Ecke Althohlstraße und An den Bornwiesen kritisch hinterfragt werden.

Wir setzen uns daher für mehr entsiegelte Flächen, abgesenkte Grünstreifen als natürliche Mini-Rückhaltebecken und unbürokratische Anreize für private Zisternen oder Dachbegrünungen ein.

Veit Kolb